Willkommen bei der Praxis für Ergotherapie K. Menne-Vogler

Deutscher-Verband-der-Ergotherapeuten-EV
Castillo-Morales-Vereinigung®

Wir begrüßen Sie…

Die Ergotherapiepraxis Katharina Menne-Vogler bietet mit ihrem erfahrenen Team Ergotherapieangebote für Kinder und Erwachsene.

Castillo Morales® Therapeutin.

Sie erreichen unser Praxisteam von Montags bis Freitags von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr in der Landstraße 89 in 37287 Wehratal-Reichensachsen. 

Da wir eine Terminpraxis sind, möchten wir Sie um eine Terminvereinbarung bitten. Unsere Bürozeiten sind jeweils Montag, Mittwoch und Freitag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Biographie

Katharina Menne-Vogler

1995
Ergotherapie Examen

1995 – 2000
Ergotherapeutin in den Fachbereichen Pädiatrie, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie

1995
Zentrale Hörstörungen Fred Warnke

1999 – 2000
Sensorische Integrationstherapie nach Dr. J. Ayres

2001
Eröffnung meiner eigenen Praxis

2002
Santiago de Chile: Aufbau eines interdisziplinären Rehabilitationszentrums und Durchführung von ergotherapeutischen Behandlungen

2002 – 2003
Familientherapeutische Ausbildung | Memmingen Dr. J. Prekop und Anette Austermann

2005
Marburger Verhaltens- und Konzentrationstraining | Marburg Dipl.-Psych. D. Krowatschek

2006
I. Symposium ” Liebes Kind wachse und gedeihe” Leitung und Organisation

2006 – 2007
Neuromotorische Entwicklungstherapie und Orofaziale Regulationstherapie | Dr. C. Morales®

2008
Gründungsmitglied des Qualitätszirkels Ergotherapie Nordhessen e.V.

2008
Kinder zu Wort kommen lassen – “Canadian Occupational Performance Measure”

2008
Kinder mit Koordinationsstörungen – “Cognitive Orientation to daily Occupational Performance”

2010
Gruppentherapie von ADHS-Kindern | A. Kolberg

2010
Begleitung von Frühgeborenen | München nach dem Castillo Morales®-Konzept

2011
II. Symposium “Liebes Kind wachse und gedeihe” Organisation und Leitung

2011
Therapieprogramm (THOP) für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten

2011
ADHS-Trainerin | Tübingen Prof. Lauth & Schlottke

2011
Spiegeltherapie | Dr. Ramachandran

2012
ABA (Applied Behavior Analysis) – Weiterbildung angewandte Verhaltensanalyse von autistischen Störungen, die auf einem behavioristisch geprägten verhaltensanalytischen Ansatz basiert

2013
Zertifizierte LRS-Therapeutin nach BVL-Richtlinien | Münster Dr. Hammächer

Seit 2017
Kontinuierliche Weiterbildung Neuro- und Biofeedback

Ergotherapie

Ergotherapie beruht auf medizinischer und sozialwissenschaftlicher Grundlage und ist ein ärztlich zu verordnendes Heilmittel.

Sie kommt bei Menschen jeden Alters mit motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuro-psychologischen und /oder
psychosozialen Störungen zum Einsatz.

Wir bieten Ihnen hier vielfältige Informationen über unsere Tätigkeitsfelder:

  • Informationen über unsere angewandten Therapiemethoden
  • Informationen über die Fachbereiche der Ergotherapie.
  • Informationen rund um unsere Praxis.

Die ergotherapeutische Begleitung variiert von der offenen bis zu klar strukturierten Behandlung. Dies kann sich in der körperlichen Betätigung, in der Wahrnehmung, im Sozialverhalten, in der verbalen Intervention und in der Materialwahl darstellen.

Durch die Erfahrung von Bewegung und Wahrnehmung kann der Patient alle seine Sinne nutzen und in der Therapie lernen, diese zu integrieren.

Bereiche

Wir bieten Ihnen hier vielfältige Informationen über unsere Tätigkeitsfelder in den Fachbereichen der Ergotherapie:

Sie kommt bei Menschen jeden Alters mit motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuro-psychologischen und /oder psychosozialen Störungen zum Einsatz.

Pädiatrie

Ergotherapie ist bei allen Kindern und Jugendlichen indiziert, deren Entwicklung zu selbständigen, handlungsfähigen Erwachsenen eingeschränkt bzw. behindert ist, z.B. durch:

  •  Störungen des Bewegungsablaufs infolge hirnorganischer Schädigungen (spastische Lähmungen, Anfallsleiden, Hydrocephalus, Spina bifida, Muskeldystrophien etc.) 
  • Störungen der sensomotorischen Entwicklung und der damit verbundenen Beeinträchtigung der kognitiven Prozesse 
  • Störungen der Wahrnehmungsfähigkeit und -verarbeitung (sensorischen Integrationsstörungen)
  • Beeinträchtigung in der Sozialentwicklung, der Beziehungsbildung und Kommunikationsfähigkeit 
  • Psychische Erkrankungen, z.B. Verhaltensstörungen, frühkindlicher Autismus, Ess-Störungen 
  • Sinnesbehinderungen, z.B. Taubheit, Blindheit 

Der tatsächliche Entwicklungsstand des Kindes / Jugendlichen ist die Grundlage aller Maßnahmen. Die angewandten Behandlungsverfahren beruhen auf neurologisch-anatomischen, anatomisch-funktionellen, psychosozialen, entwicklungspsychologisch und lerntheoretisch orientierten Grundsätzen und Kenntnissen.
In der Anwendung der neurophysiologischen, neuropsychologischen, psychosozialen und motorisch-funktionellen Verfahren stehen immer die basalen sensomotorischen Funktionen im Zentrum. Diese bilden die Grundlage für die weitere, darauf aufbauende kognitive Entwicklung.
Behandelt wird, je nach Störungsbild, Entwicklungsstand und sozialem Umfeld nach den Behandlungskonzepten bzw. -ansätzen wie Bobath, Jean Ayres (Sensorische Integrationstherapie), Castillo-Morales (Schluck- und Mundmotorik), Affolter, Marianne Frostig, Fröhlich oder Maria Montessori.

Behandlungsziele sind unter anderem:

  • Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Tonusregulation und der Koordination, ·
  • Verbesserung der Sinneswahrnehmung und der Wahrnehmungsverarbeitung, 
  • Verbesserung der Konzentration und Ausdauer und kognitiver Leistungen, 
  • Stärkung der Motivation, 
  • Integration in Familie und Umwelt inkl. der intensiven Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem Anerkennen und akzeptieren bleibender Defizite, mit dem Erlernen von “Ersatzmustern”. 
  • größtmögliche Selbständigkeit im Alltag, in der Schule und im weiteren Umfeld 

Die Behandlung kann in Ergotherapie-Praxen, aber auch in Sonderschulen, Kindergärten, Frühförderstellen, Kinderkliniken und speziellen Rehabilitationszentren aller Fachrichtungen, Kinderheimen oder Sozialpädiatrischen Zentren stattfinden.

Die Einbeziehung des sozialen Umfeldes des Kindes in eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Erzieher, Lehrer, anderer Therapeuten, vor allem aber der Eltern ist von großer Wichtigkeit.

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Orthopädie / Traumatologie / Rheumatologie

Die Ergotherapie behandelt im Bereich der Orthopädie / Traumatologie / Rheumatologie Menschen mit Störungen des Bewegungsapparates, also z.B. bei 

  • Amputationen,
  • Lähmungen von Nerven vor allem der Arme und des Rumpfes,
  • angeborenen Fehlbildungen des Rumpfes, der Arme und Hände, 
  • Verletzungen der Knochen, Muskeln und Sehnen und der Nerven, 
  • Abnutzungserscheinungen und Erkrankungen der Wirbelsäule und anderer großer Gelenke (Schulter, Hüfte oder Knie) 
  • Tumoren der Knochen, Muskeln oder Nerven, entzündlichen und degenerativen Gelenkerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis 

Die Beweglichkeit soll wieder hergestellt, die Muskulatur gekräftigt, das Tasten und Spüren zur Aufnahme und Weiterleitung von äußerlichen Reizen wieder ermöglicht, die Geschicklichkeit vor allem der Hände und die Koordination beider Hände als auch der einzelnen Finger normalisiert werden. Das alles dient dem Ziel der Selbständigkeit in allen Bereichen der persönlichen, häuslichen und beruflichen Lebensführung.

Darüber hinaus soll der Patient lernen, sich so schonend und schmerzarm wie möglich zu bewegen und seine Kräfte zu nutzen, um weitere Schäden bei degenerativen Erkrankungen zu vermeiden bzw. zu vermindern und auch künftig aktiv und selbstbestimmt sein Leben gestalten zu können. 

Ist eine volle Wiederherstellung in allen genannten Qualitäten nicht mehr möglich, bleibt also eine Behinderung bestehen, lernt der Patient in der Ergotherapie, diese mit Hilfe von veränderten Verhaltensweisen und Arbeitsabläufen, Tricks, speziellen Hilfsmitteln, Veränderungen in seinem Wohnumfeld, speziellen Handschienen oder Prothesen auszugleichen. 

Eine ergotherapeutischen Behandlung beinhaltet:

  • Übungen zur Beweglichkeit, Muskelkraft, Ausdauer, Belastbarkeit und Sensibilität,
  • Abhärtung von Amputationsstümpfen und Training mit der Prothese, 
  • Umtrainieren der Gebrauchshand / Händigkeit, 
  • Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit, 
  • Beratung und Training zum Gelenkschutz, 
  • Herstellung von speziellen Hand- und Armschienen, 
  • Beratung bzgl. geeigneter Hilfsmittel und Änderungen im Wohnumfeld, ggf. Herstellung und Anpassung von Hilfsmitteln. 

Die Therapie findet überwiegend einzeln statt, wird aber auch in Gruppen angeboten (z.B. Beratung und Training zum Gelenkschutz). Sie erfolgt stationär oder ambulant in

  • ergotherapeutischen Praxen,
  • orthopädischen und chirurgisch / traumatologischen Akut- und Rehabilitationskliniken, 
  • Spezialabteilungen und Zentren für Handchirurgie, Rheumatologie, Verbrennungen, Rückenmarksverletzte etc., 
  • Sonderschulen und Körperbehindertenzentren.

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Neurologie

Zielsetzung der Ergotherapie ist das Wiedererlangen sowie der Erhalt der Handlungsfähigkeit und damit größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Hilfen und Hilfspersonen in täglichen Leben und im Beruf. Es gibt in der Ergotherapie typische Behandlungsverfahren und -strategien, die alle darauf abzielen, die Handlungsfähigkeit wieder aufzubauen. Wenn zum Beispiel eine vollständige Genesung nicht erreicht werden kann, können einerseits Ersatzmöglichkeiten für die Entwicklung alternativer Lösungen angestrebt werden. Andererseits können manche Störungsbilder direkt behandelt und grundlegend verbessert werden.
Auf Wunsch der Betroffenen nehmen Ergotherapeuten auch Kontakt zu Institutionen wie Beratungsstellen, Tageskliniken, Tagesstätten, Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen auf, um die erforderlichen Maßnahmen abzustimmen.

Ergotherapie wird in der Regel

  • stationär (Kliniken, Rehabilitationszentren und Pflegeeinrichtungen)
  • teilstationär (Tageskliniken oder Tagesstätten) oder 
  • ambulant (in Ergotherapie- Praxen und von dort auch ggfs. als Hausbesuch) durchgeführt 

In der Neurologie werden vor allem die Erkrankungen des zentralen Nervensystems, also des Rückenmarks und des Gehirns, behandelt.
Dazu gehören unter anderem:

  • Schlaganfall
  • Schädel- Hirn- Verletzungen (z.B. nach Unfall) 
  • Rückenmarksverletzungen und -erkrankungen ( z.B. Querschnittlähmung) 
  • Morbus Parkinson 
  • Multiple Sklerose 
  • Polyneuropathie u.a.

Neurologische Erkrankungen und Verletzungen weisen in der Regel sehr komplexe Störungsbilder auf. Diese Störungsbilder bilden sich vergleichsweise langsam und nur selten vollständig zurück.Die Ergotherapie wird besonders aktiv bei Phänomenen wie zum Beispiel: 

  • Probleme bei Lähmungen und Bewegungseinschränkungen
  • Störung der Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung von sensorischen Reizen 
  • Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnisoder Lese- Sinn- Verständnis 
  • Neuropsychologischen Defiziten wie z.B. Ordnen, das Nachvollziehen von Teilschritten einer Handlung, das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Personen 
  • Sozio-emotionalen Veränderungen unter anderem in den Bereichen der Steuerung von Emotionen, der Affekte oder bei der Gestaltung von Kommunikation 

Es können einzelne Schwierigkeiten oder auch mehrere in Kombination auftreten. Im ungünstigen Fall kann der Betroffene nicht mehr allein in seiner Wohnung leben, seinem Beruf nachgehen oder seine Freizeitbeschäftigungen ausüben. Die Erfahrung zeigt, dass nur bei wenigen neurologischen Erkrankungen eine vollständige Rückbildung der Phänomene zu erwarten ist.Ein wichtiges ergotherapeutisches Tätigkeitsfeld ist deshalb die Beratung des Betroffenen, seines Umfeldes und das behutsame Erweitern der Tätigkeitsfelder im Alltag. Dabei kann für eine Person der selbständige Toilettengang im Vordergrund stehen, während für eine andere das Autofahren oder Fahrradfahren von herausragender Bedeutung ist. Vielleicht sind es aber auch scheinbare Kleinigkeiten wie das Essen mit Messer und Gabel oder das unabhängige Einkaufen gehen.Um die vorrangigen Ziele und ihre Teilschritte eingrenzen zu können steht zu Beginn der Behandlung die Befunderhebung, aus der sich die Behandlungsziele ergeben. Die Ergotherapeutin entwickelt in Absprache mit dem Patienten hieraus einen Behandlungsplan. Im Mittelpunkt der Befunderhebung stehen:

  • individuelle Ziele (was möchte man unbedingt wieder können und was davon ist einem persönlich besonderswichtig?)
  • die Zufriedenheit mit den allgemeinen Lebensumständen (Psychosoziales Umfeld, Arbeitsplatz, Freizeit-gestaltung, formale Bedingungen wie Umfang und Art der Betreuung , Wohnraumanpassung, Hilfs-möglichkeiten etc.) 
  • die Einschätzung der derzeitigen Selbständigkeit (was geht allein, wozu benötigt man Hilfe und warum, welche Hilfsmittel gibt es?) 
  • das Erfassen motorischer, kognitiver und psychischer Stärken und Schwächen (wo gibt es Defizite und warum? Welche Fähigkeiten hat der Betroffene, um hier auszugleichen?) 
  • Analyse der genannten Ziele: (was ist aus therapeutischer Sicht ein realistisches Ziel? Wann ist es voraussichtlich erreichbar und welche Maßnahmen sind hierfür nötig?) 

Um die Ziele zu erreichen greift die Ergotherapeutin zum Beispiel bei körperbezogenen Schädigungsbildern auf verschiedene Behandlungsansätze zurück, wie z. B. Bobath, Affolter, Johnstone, PNF oder die kognitiv therapeutischen Übungen nach Perfetti, Castillo-Morales oder andere. Manche dieser Behandlungskonzepte sind interdisziplinär angelegt und finden auch bei anderen Berufsgruppen ihre Anwendung. Viele Behandlungsstrategien haben jedoch auch keine allgemein gebräuchlichen Bezeichnungen und sind dennoch bei vielen Ergotherapeuten ähnlich.
Unter Einsatz verschiedener Medien und Therapiemittel können zum Beispiel:

  • ungünstige Bewegungsmuster, die Folgeschäden nach sich ziehen, gehemmt und andere abgebaut werden,
  • die Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen stimuliert werden,
  • die Greiffunktion der Hände trainiert oder Ersatztechniken eingeübt werden,
  • grundlegende alltägliche Routinen wie Waschen, Ankleiden oder Essen erarbeitet werden,
  • der Gebrauch von Hilfsmitteln erprobt oder die Patienten bzw. ihre Angehörigen bei der Anschaffung der Hilfsmittel oder Wohnumfeldanpassungen beraten werden, 
  • durch ein Hirnleistungstraining die Konzentration, Orientierungsfähigkeit oder die Merkfähigkeit verbessert werden, 
  • die neuropsychologischen Fähigkeiten bei der Wahrnehmung oder Verarbeitung erweitert werden.

und vieles andere mehr.
Eine regelmäßige Erfolgskontrolle mit Hilfe standardisierter oder nicht standardisierter Messverfahren gibt im Verlauf der Behandlung die Möglichkeit, die Ziele dem Verlauf der Behandlung anzupassen. Die Behandlung gilt als abgeschlossen, wenn die vereinbarten Behandlungsziele erreicht wurden. Gegebenenfalls können auch weitere Ziele für die Fortsetzung der Therapie zum gleichen oder einem späteren Zeitpunkt definiert werden.Die Dokumentation des Behandlungsverlaufes wird dem behandelnden Arzt überstellt. Spezielle Dokumenta-tionen z. B. bezüglich der Alltagsleistungen, Arbeitsfähigkeit in Ergänzung von Gutachten usw. werden auf Anfrage erstellt.

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Psychiatrie

Die Ergotherapie behandelt in diesem Fachbereich Patienten aller Altersstufen mit psychotischen, neurotischen, psychosomatischen Störungen und Suchterkrankungen. Es kommen Krankheitsbilder vor wie z.B.:

  • Schizophrenie, Depression, Manie
  • Demenz, Morbus Alzheimer, hirnorganisches Psychosyndrom 
  • Borderline-Persönlichkeitsstörungen 
  • neurotische Depressionen, Zwangs-, Angstneurosen, paranoide Persönlichkeitsstörung 
  • Alkohol-, Drogen-, Medikamenten- oder Spielsucht 
  • Essstörungen, Schlafstörungen 
  • Autismus, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen 

Das grundsätzliche Ziel der Ergotherapie ist es, emotionale, soziale und kognitive Fähigkeiten zu wecken und aufzubauen und dem Patienten eine größtmögliche Selbständigkeit im Alltag über eine gute Orientierung, normalen Antrieb, alle geistigen Funktionen, umfassende Wahrnehmung, normale Motorik etc. zu ermöglichen.

Im Wesentlichen sind dabei drei Behandlungsansätze von Bedeutung:

  1. Der subjektbezogenen, ausdruckszentrierten Methode liegen tiefenpsychologisch orientierte Konzepte zu Grunde. Dem Patienten sollen Möglichkeiten erschlossen werden, über kreativ-gestalterisches Tun zur besseren Wahrnehmung von Erlebnisqualitäten zu finden, d.h. lernen, Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle nonverbal zum Ausdruck zu bringen. Dabei steht der Gestaltungsprozess als Weg zu besserem Selbstverständnis und Einblick in die darin begründeten Reaktionsweisen im Vordergrund.
  2. Die soziozentrierte, interaktionelle Methode hat überwiegend die Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit zum Ziel. In Partner- oder Gruppenarbeit soll sowohl Individualität als auch Anpassung an eine Gemeinschaft gelebt werden. 
  3. Durch die sachbezogenen, alltagsorientierten Methoden sollen verlorengegangene oder nicht vorhandene Kompetenzen erworben werden, indem kognitive, handlungsbezogene und gefühlsbezogene Fähigkeiten geübt werden. Die Patienten sollen eine bessere Orientierung finden und einen Bezug zur Realität herstellen lernen. 

Die Therapie findet statt, einzeln oder in Gruppen, in

  • stationären Einrichtungen,
  • teilstationären Einrichtungen (Tages- oder Nachtkliniken), 
  • komplementären Einrichtungen (Wohnheimen, Tagesstätten, Sozialpsychiatrischen Zentren), 
  • ambulanten Einrichtungen (ergotherapeutischen Praxen, Beratungsstellen), 
  • arbeits- und berufsrehabilitativen Einrichtungen.

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Geriatrie

Der Arbeitsbereich der Ergotherapie in der Geriatrie wird durch das umgrenzte Alter der Patienten und die damit einhergehenden, altersbedingten körperlichen und geistigen Einschränkungen bestimmt. Aber auch gesellschaftliche Faktoren wie z. B. das grundsätzliche Ansehen alter Menschen in ihrem sozialen Umfeld, oder die Tendenz zur institutionellen Betreuung von Pflegebedürftigen beeinflussen die Arbeit sehr stark.
Die Lebenssituation alter Menschen wird vielfach u.a. von folgenden Faktoren bestimmt:

  • Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität)
  • Abnahme der körperlichen, geistigen und psychosozialen Fähigkeiten 
  • Nachlassen der Funktionen der Sinnesorgane (Sehen, Hören,….) 
  • Verlust von Partner, Wohnung / Wohnumfeld, materiellen Werten, Selbstbestimmung und Eigen-verantwortung, usw. 
  • Erschwerte Teilnahme am öffentlichen Leben 
  • Gefahr von Vereinsamung 

Diese Faktoren und die Fülle an möglichen akuten und chronischen Krankheitsbildern aus nahezu allen medizinischen Fachbereichen bestimmen die Zielsetzung und die daraus folgenden Maßnahmen der Ergotherapie.

Übersicht über die wesentlichsten Krankheitsbilder:

  • Schlaganfall
  • Morbus Parkinson 
  • Multiple Sklerose 
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises 
  • alle degenerativen Erkrankungen des Skelettsystems wie Arthrosen oder Osteoporosen 
  • Amputationen, vor allem der unteren Extremitäten z. B. bei Durchblutungsstörungen durch einen Diabetes mellitus 
  • Zustand nach Frakturen 
  • Depressionen 
  • Psychosen und Neurosen 
  • dementielle Erkrankungen, z.B. Morbus Alzheimer 
  • Herz-, Kreislauferkrankungen 
  • Stoffwechselerkrankungen 
  • Tumore 

Die Einschätzung erreichbarer und auf die individuelle Situation abgestimmter Therapieziele nimmt in der Arbeit mit älteren Menschen eine herausragende Rolle ein.

  • Förderung der motorisch-funktionellen Fähigkeiten, Erhaltung der Grundmobilität und der Geschicklichkeit.
  • Aktivierung und Förderung geistig kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten. 
  • Selbsthilfetraining zur Erhaltung größtmöglicher Selbständigkeit, vor allem in den Bereichen Essen und Trinken, Körperpflege und Bekleidung, Fortbewegung und Kommunikation, inkl. Beratung der Angehörigen, Hilfen zur Anpassung des Wohnumfeldes und Versorgung mit den notwendigen Hilfsmitteln.
  • Erhaltung der Kontaktfähigkeit, Kommunikation und Orientierung
  • Psychische Stabilisierung und Hilfestellung zur Verarbeitung veränderter Lebensumstände und von Verlusten.

Ergotherapeuten arbeiten sowohl in geriatrischen Kliniken, Rehabilitationszentren als auch in Tageskliniken, Tagesheimen, Altersheimen, Altenpflegeheimen und Zuhause. Die Therapie findet je nach Indikation, den Zielen und individuellen Bedingungen einzeln oder auch in Gruppen statt.Die einzusetzenden Maßnahmen unterscheiden sich im Grundsatz nicht von denen der Fachbereiche Orthopädie / Traumatologie, Rheumatologie, Neurologie oder Psychiatrie, müssen aber in besonderem Maße der speziellen Situation älterer Menschen, wie oben kurz skizziert, Rechnung tragen. Die Ergotherapeutin ist in der Geriatrie vor allem besonders gefordert, sich mit den Grenzen ihrer therapeutischen Möglichkeiten auseinander zusetzen.

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Arbeitstherapie

Arbeitstherapie ist ein Behandlungsfeld der Ergotherapie, bei dem Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel der Therapie eingesetzt wird. Der Patient wechselt zunehmend aus der Rolle des Behandelten in die des Handelnden über.
Menschen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Erkrankung in ihrer Arbeitsfähigkeiten und -fertigkeiten beeinträchtigt sind, so dass sie einer beruflichen Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgehen können, werden arbeitstherapeutisch unterstützt.
Es ist die Aufgabe des Therapeuten, die Arbeitsfähigkeit des Patienten / Klienten zu erhalten oder gegebenenfalls ein neues Arbeitsfeld gemeinsam zu ergründen und als Zielsetzung anzuregen. Dazu schafft er die entsprechenden Rahmenbedingungen und Übungsbereiche und entwickelt Förderprogramme. Er verfolgt zusammen mit seinem Patienten / Klienten Strategien zur Verbesserung / Wiederherstellung von

  • Grundarbeitsfähigkeiten wie Ausdauer, Konzentration, Tages- und Zeitstrukturierung,
  • sozialen Fähigkeiten wie Kontakt-, Durchsetzungs- und Anpassungsfähigkeit,
  • affektiven Leistungen, z.B. Selbstvertrauen, Entscheidungsfähigkeit,
  • motorischen Fähigkeiten wie Feinmotorik, Geschicklichkeit und körperliche Belastbarkeit,
  • instrumentellen und individuellen Kompetenzen (z.B. Rechnen, Schreiben, Organisieren),
  • Alltagskompetenzen

Zu den Aufgaben eines Arbeitstherapeuten gehört es, eine Arbeits- und Berufsanamnese zu erstellen, Anforderungs- und Eignungsprofile zu entwickeln, realitätsorientierte Trainingsangebote und Belastungs-erprobungen durchzuführen, bzgl. der Möglichkeiten der Wieder-/ Eingliederung in das Arbeitsleben zu informieren, den Klienten an einer neuen Arbeitsstelle zu betreuen und diesen Arbeitsplatz ggf. individuell anzupassen.

Arbeitstherapeuten arbeiten an Fachkliniken vor allem für Psychiatrie, Neurologie und Suchterkrankungen, in Werkstätten für körperlich, geistig oder psychisch Behinderte, Berufsförderungs- und Berufsbildungswerken, Zuverdienst- und Integrationsfirmen, Tagesstätten für psychisch Behinderte, Wohnheimen, Jugend- und Strafvollzugsanstalten oder in einer ergotherapeutischen Praxis.

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Therapie

Ein Kennzeichen der Ergotherapie ist ihre Vielfältigkeit, sowohl in Ihren jeweiligen Einsatzgebieten, sei es z.B. in der Pädiatrie, Neurologie, Orthopädie, Rheumatologie, Traumatologie, Geriatrie oder Psychiatrie, als auch in Ihren Therapiemethoden.

Dabei existieren verschiedenste Therapiemethoden, die wiederum speziell in den jeweiligen Bereichen angewendet werden:

Sensorische Integrationstherapie nach Dr. Jean Ayres

Sensorische Integration, was ist das?

Die sensorische Integration (SI) ist die Wahrnehmungsverarbeitung, dies bedeutet, dass das Kind mit seinem Nervensystem die aufgenommenen Informationen aus den Sinnessystemen (z.B. riechen, fühlen, sehen, hören, schmecken) so für sich nutzen kann, dass es situationsangemessen handelt. Sensorische Integration ist ein lebenslanger, sich an immer neue innere und äußere Anforderungen anpassender Wachstumsprozess im Nervensystem.
Wahrnehmung ist eine zentrale und grundlegende Funktion von Beginn des Lebens an. Sie bestimmt z.B. jegliches Lernen, d.h. Sammeln, Auswerten und Speichern von Erfahrungen. Sie ist Grundlage aller Intelligenzfunktionen und aller sogenannten Teilleistungen wie beispielsweise der Fähigkeit zu sprechen, sich zu konzentrieren und schreiben zu können. Und sie ist Grundlage für die seelische und soziale Entwicklung. Da Wahrnehmungsleistungen an allen motorischen, geistigen und seelischen Entwicklungsprozessen beteiligt sind, wirken sich Störungen in der Wahrnehmungsentwicklung auch auf alle Bereiche aus.

Störungen der Sensorischen Integration – was ist das?

Wenn der Prozess der Informationsverarbeitung im Nervensystem gestört ist, werden Lernen und Handeln schwierig, Fehler werden nicht bemerkt und Erfolge fehlen. Kinder verlieren durch ständige Misserfolge ihren Mut und ihre Entdeckungslust oder aber reagieren in bestimmten Situationen unangebracht (überdreht, aggressiv, Kasper etc.)

Wie fällt eine Störung der Sensorischen Integration / Wahrnehmungsstörung auf?

Schon gleich nach der Geburt können sich manche Kinder nicht mit ihrem neuen Umfeld anfreunden und reagieren abwehrend oder mit Unbehagen auf ganz normale Alltagshandlungen.

  • Sie werden nicht gerne berührt/bewegt.
  • Sie lassen sich schwer beruhigen. 
  • Sie reagieren oft mit Abwehrhaltung. 
  • Es gibt Probleme beim Stillen! 
  • Die altersangemessene Konzentration fällt ihnen schwer. 
  • Die Unfähigkeit, die Aufmerksamkeit auf das momentane Wesentliche richten zu können. 
  • Ungeschicklichkeit in der Grob,- und Feinmotorik. 
  • Teilleistungsschwächen (Sprachentwicklungsstörungen, Lese,- und Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche).
  • Eine erhöhte Stimmungslabilität und/oder Reizbarkeit. 
  • Eine sekundäre depressive Grundstimmung. 
  • Auffälliges Sozialverhalten (Rückzug, Aggressivität, Klammerverhalten, erhöhte generelle Ängst-lichkeit usw.) und anderen Auffälligkeiten 

Auffälligkeiten können sein:

  • Stolpert viel, 
  • Zappelig/unruhig, 
  • aggressives Verhalten/niedrige Toleranzgrenze, 
  • mag nicht berührt und bewegt werden/fasst nicht alles an, 
  • Schwierigkeiten beim Malen, schneiden usw. · reagiert überempfindlich auf Bewegungen (z.B. schaukeln)/oder auch unterempfindlich, 
  • sehr ängstlich/sehr waghalsig, 
  • stößt sich öfter, 
  • wirft viel um z.B. beim Eingießen in ein Glas, beim Anreichen über den Esstisch usw., 
  • trennt sich kaum von der Mutter/Vater, 
  • ist unsicher, 
  • kippt mit dem Roller oft um, 
  • spricht wenig/undeutlich 
  • verdreht Zahlen oder Buchstaben

Wie wirkt die Sensorische Integrationstherapie?

Die sensorische Integrationstherapie hilft, die Aufnahme der Sinneswahrnehmungen zu strukturieren, und unterstützt die Vernetzung der Wahrnehmungsverarbeitung im Gehirn, um eine verbesserte Handlungskompetenz zu erreichen. Das hilft dem Kind, selbst erfolgreich zu sein und stützt damit seine Selbstsicherheit. gleichzeitig trägt dies zu emotionaler Stabilität und sozialem Lernen bei.

Sensorische Integrationstherapie nach Dr. Jean Ayres

Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL)

Unter Selbsthilfe versteht man die Fähigkeit, die Verrichtungen des täglichen Lebens selbständig auszuführen. Das Training der Aktivitäten des täglichen Lebens (aktivities of daily living) und letztendlich auch alle anderen Therapien zielen darauf, dem Patienten bei der Bewältigung von Problemen in einzelnen oder allen Bereichen zu helfen, auch unter Verwendung von Hilfsmitteln, sodass er diese Aktivitäten wieder selbständig ausführen kann. Es wird bei allen Patienten durchgeführt, die durch Unfall, nach Operation, Krankheit, degenerativen Veränderungen oder von Geburt an körperliche und/oder geistige Schäden haben und dadurch die täglichen Verrichtungen nicht oder nicht mehr selbständig ausführen können.

Man kann folgende Bereiche unterscheiden: 

ADL:

  • Bewegen / Fortbewegen 
  • Hygiene / Toilettengang 
  • Nahrungsaufnahme 
  • Bekleidung 
  • Kommunikation

Erwachsenen-ADL:

  • Küche / Haushalt 
  • Stadt (Behörden / Einkaufen / Bank / Verkehrsmittel) 
  • Wohnraumgestaltung 
  • Auto 
  • Hobby / Beruf / Schule / Freizeit 

Hilfsmittelversorgung:

  • Erprobung 
  • Verordnung 
  • Training 
  • Adaption (Anpassung) 

Angehörigenberatung:

  • Gespräch 
  • Training

Das ADL-Training ist sehr sinnvoll, weil die Übungen ein direktes Erfolgserlebnis haben und weil sie in der Regel alle bereiche (Motorik, Wahrnehmung, Hirnleistung, Psyche) ansprechen, aktivieren und trainieren. Deshalb sind diese Aktivitäten oft besser als die “rein therapeutischen” Übungen, da sie der Patient meist täglich ausführt und wiederholt. Darum sollten sie unbedingt auf physiologische Weise ausgeführt werden.

Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL)

Das Marburger Konzentrationstraining nach Dipl.-Psych. D. Krowatschek

Das Marburger Konzentrationstraining wurde vom Dipl.-Psychologe D. Krowatschek speziell für ADS Kinder entwickelt. Bereits 1994 wurde das Konzept das erste Mal veröffentlicht und seitdem immer wieder überarbeitet.

Das Konzentrationstraining kann bereits bei Kindergarten- und Vorschulkindern angewandt werden. Es wird in Gruppen durchgeführt, kann aber auch in Einzelsitzungen erfolgen.

Das Ziel des Marburger Konzentrationstrainings ist es, die Selbständigkeit der ADS Kinder durch trainieren der Selbststeuerung (lautes Denken/inneres Sprechen) zu verbessern.

Dabei werden auch verhaltensorientierte Elemente angewandt. Das Training umfasst 10 Einheiten a 60-75 Minuten. Dabei werden sechs Einheiten mit dem Kind und vier begleitende Elternabende durchgeführt.

Laut einer Statistik konnten bei 77% der Kinder eine Verbesserung der Symptomatik erzielt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt unter www.krowatschek.de

Das Marburger Konzentrationstraining nach Dipl.-Psych. D. Krowatschek

Das Marburger Verhaltenstraining nach Dipl.-Psych. D. Krowatschek

Das Marburger Verhaltenstraining

Das Marburger Verhaltenstraining ist ein Gruppentraining nach der Methode des Marburger Schulpsychologen Dieter Krowatschek für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Verschiedene bewährte therapeutische Verfahren wie Kognitives Verhaltenstraining, Entspannungsmethoden, und Gestalttherapie bilden die Grundlage des Trainings.

Wie entstand das Marburger Verhaltenstraining?
Das Marburger Verhaltenstraining wurde vom schulpsychologischen Dienst in Marburg entwickelt und wird seit 1990 eingesetzt.

Begleitet wird die Entwicklung des Trainings vom psychologischen Institut der Philipps-Universität Marburg mit wissenschaftlichen Forschungsstudien.

Was geschieht im Training im Detail?
Es handelt sich um ein Gruppentraining, das die Konzentrations- und Merkfähigkeit fördert.

Soziale Fertigkeiten der Kinder werden weiterentwickelt, zum Beispiel Interaktionsverhalten, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.

Eine Trainingseinheit dauert 90 Minuten. Sie beinhaltet in einer festgelegten Struktur ein dynamisches Training mit viel Aktivität der Kinder. Dieses Training beinhaltet Entspannungsgeschichten und Spiele,
die die Konzentration, Geschicklichkeit und das Einhalten von Regeln fördern.

Für welche Kinder ist das Training konzipiert?
Das Training ist für die Förderung von Kindern entwickelt, die durch geringe Konzentrationsfähigkeit auffallen und in der Schule und bei der Erledigung der Hausaufgaben oft Schwierigkeiten haben. Viele dieser Kinder sind sehr sportlich, lebhaft und begeisterungsfähig. Andere haben eine besonders ausgeprägte Fantasie und können sehr kreativ sein. Für diese Kinder ist es wichtig, dass sie lernen mit ihrer Besonderheit gut umzugehen und sie als Stärke zu nutzen.

Nicht nur Kinder mit ADS oder ADHS können vom Marburger Verhaltenstraining profitieren, sondern vor allem auch stille, ängstliche, zurückgezogene oder scheue Kinder.

Das Marburger Verhaltenstraining nach Dipl.-Psych. D. Krowatschek

Familientherapeutische Beratung nach Dr. J. Prekop und A. Austermann

In der Entwicklung meiner ergotherapeutischen Arbeit fließt als zentraler Teil meines Therapiekonzeptes die intensive Unterstützung der Eltern durch Betreuung und Beratung mit ein.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass therapeutische Maßnahmen deutlich effektiver waren, wenn auch die Eltern der betroffenen Kinder einbezogen und unterstützt wurden.

Eine weitere wichtige Station meiner Zusammenarbeit stellt das Auswertungsgespräch, die sogenannte therapiezuweisenden Befundung dar.

Ich informiere die Eltern/ Patienten darüber, welche Stärken und Schwächen bei dem Betroffenen festgestellt wurden und bespreche mit den Eltern/ Patienten, wie der weitere Therapieverlauf aussehen wird.

Familientherapeutische Beratung nach Dr. J. Prekop und A. Austermann

Arbeitstherapie in der Ergotherapie 

Arbeitstherapie ist ein Behandlungsfeld der Ergotherapie, bei dem Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel der Therapie eingesetzt wird. 

Der Patient wechselt zunehmend aus der Rolle des Behandelten in die des Handelnden über.

Bei Menschen, die aufgrund einer psychischen, geistigen oder körperlichen Erkrankung in ihren Arbeitsfähigkeiten und –fertigkeiten beeinträchtigt sind, sodass sie einer beruflichen Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgehen können, werden arbeitstherapeutische Behandlungsverfahren angewendet. 

Es ist die Aufgabe des Therapeuten, die Arbeitsfähigkeit des Patienten zu erreichen. 

Dazu schafft er die entsprechenden Rahmenbedingungen, Übungsbereiche und entwickelt Förderprogramme zur Verbesserung/Wiederherstellung von: 

  • Grundarbeitsfähigkeiten wie Ausdauer, Konzentration, Tages- und Zeitstrukturierung 
  • Sozialen Fähigkeiten wie Kontakt-, Durchsetzungs- und Anpassungsfähigkeit 
  • Affektiven Leistungen, z.B. Selbstvertrauen, Entscheidungsfähigkeit 
  • Motorische Fertigkeiten wie Feinmotorik und Geschicklichkeit zur Wiedergewinnung der berufs- und arbeitsplatzspezifischen Fähigkeiten 
  • Körperliche Belastbarkeit 
  • Instrumentellen und individuellen Kompetenzen (z.B. Rechnen, Schreiben, Organisieren) 
  • Alltagskompetenzen

Arbeitstherapie in der Ergotherapie

Spiegeltherapie nach Dr. Ramachandran

Die Rehabilitation der Arm- und Handfunktionen z.B. nach einem Schlaganfall stellt immer noch eine große Herausforderung dar. Während sich die Funktionen des Beines meist relativ gut regenerieren, bleibt in den meisten Fällen nach einem Schlaganfall der betroffene Arm eingeschränkt. Unter anderem darum werden neue Therapiemethoden wie z.B. Video- oder Spiegeltherapie wissenschaftlich erforscht. Spiegeltherapie ist eine relativ einfach auszuführende, neue kognitive Therapiemethode, die auf verschiedene Krankheitsbilder anwendbar ist. Hierzu gehören der Schlaganfall, (Phantom)schmerzen nach Amputationen, das Sudeck-Syndrom und andere periphere Schmerzzustände. In mehreren klinischen Studien wurde bereits ein positiver Effekt der Therapie nachgewiesen. 

Nähere Informationen auch unter: www.spiegeltherapie.com

Spiegeltherapie nach Dr. Ramachandran

ADHS-Trainerin nach Prof. Lauth & Schlottke

Kinder mit AD(H)S

Kinder mit den Symptomen einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) oder Hyperkinetischen Störung (HKS) sind in der ergotherapeutischen Praxis schon lange bekannt. Die Fortschritte der Forschung der letzten Jahre finden sich auch in unserer ergotherapeutischen Behandlung wieder.Zu den Problemen des ADHS zählen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität, Probleme in der Handlungsplanung und Schwierigkeiten im Überblick von mehreren Dingen. Kinder mit einem ADHS konzentrieren sich kürzer als andere Kinder, sie sind ständig auf der Suche nach etwas Neuem, Interessantem und lenken so ihre Aufmerksamkeit schnell um. Sie fallen oft in sozialen Kontexten (Schule und Familie) auf.Das alles hat Auswirkungen auf das Handeln des Kindes, auf das Zusammenleben in der Familie, auf den Tagesablauf, auf Freundschaften, auf das gesamte soziale Handeln, das Spielverhalten im Kindergarten und das Arbeitsverhalten in der Schule.

Wie sieht unsere ADHS-Behandlung aus? 

Wir verstehen Ergotherapie als zielgerichtete Behandlung, die klientenorientiert die aktuellen Probleme des Kindes und der Familie in seinen Lebensumfeldern (z.B. Kindergarten, Schule) aufgreift, um dem Kind und der Familie konkrete Hilfestellung geben zu können, problematische Situationen zu verändern und anders zu gestalten.Das Kind soll bei Tätigkeiten im Rahmen der Therapie so unterstützt werden, dass es diese auch in seinem Alltag zufriedenstellend ausführen kann. Diese Tätigkeiten können z.B. die Selbständigkeit, die Schule oder den Kindergarten betreffen. Um den Alltag gut bewältigen zu können, ist gerade für ADHS-Kinder die gezielte Hilfestellung bei der Entwicklung von Strategien ein wichtiger Bestandteil der Therapie.Die Therapie kann sowohl als Einzel- als auch als Gruppenbehandlung erfolgen.

Unsere Ziele bei Kindern mit ADHS 

Neben der spezifischen Verhaltensbeobachtung zur Unterstützung der ärztlichen Diagnostik, sehen wir die Verbesserung und Förderung von

  • Handlungskompetenz 
  • Aufmerksamkeit 
  • Impulskontrolle 
  • Erregungszuständen 
  • sozialem Handeln

Unsere Qualifikationen 

Um diesen Kindern, aber auch ihren Eltern, noch besser gerecht zu werden, haben wir uns speziell weitergebildet. Mittlerweile verfügen alle Mitarbeiterinnen über umfangreiche ADHS-spezifische Weiterbildungen und haben Zusatzqualifikationen als ADHS-Therapeutinnen und ADS-Beraterin sowie als Trainerinnen des MKT (Marburger Konzentrationstraining) erworben. Sie verfügen über vertiefte Kenntnisse über das Störungsbild, verhaltenstherapeutische Grundlagen, gruppentherapeutische Möglichkeiten und Elternberatung.

Grundsätzliches 

Ergotherapie ist Teil eines multimodalen Therapiekonzeptes. Zusätzliche Therapien und Maßnahmen wie Elterntraining, familientherapeutische Maßnahmen, Psychotherapien, die Beratung von Kindergarten/Schule und/oder medikamentöse Behandlung sind i.d.R. notwendig.Absprache und Zusammenarbeit mit dem verordnenden Arzt sind dringend erforderlich.Ergotherapie kann bei ADHS gezielte Maßnahmen zur Verbesserung von: Handlungsfähigkeit, Arbeitsstrategien bei Unaufmerksamkeit und Impulsivität, sozialem Verhalten, sowie gezielte alltagsorientierte und ressourcenorientierte Beratung der Eltern anbieten.

ADHS-Trainerin nach Prof. Lauth & Schlottke

Hirnleistungstraining

Ein Hirnleistungstraining (neuropsychologisch orientierte Behandlung) dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, insbesondere der kognitiven Störungen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.Insbesondere werden Leistungen angeboten:zur Verbesserung und Erhalt kognitiver Funktionen wie Konzentration, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Orientierung, Gedächtnis sowie Handlungsplanung und Problemlösung zum Erhalt der Grundarbeitsfähigkeiten zur Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen.

In unserer Praxis wird das Himleistungstraining speziell auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Es kann sowohl mit gezielten Computerprogrammen, als auch mit Arbeitsblättern und Therapiematerialien durchgeführt werden.

Ein wichtiges Medium ist auch das Training mit Alltagssituationen und – sequenzen.

Im Bereich der Gerontologie werden von unserer Praxis auch spezielle Formen des Gedächtnistrainings und der Tagesstrukturierung angeboten.

Für Patienten mit beginnender Demenz oder mit Verdacht auf Demenz haben wir ein spezielles Gruppenangebot.

Hirnleistungstraining

Neuromotorische Entwicklungstherapie und Orofaziale Regulationstherapie nach Dr. Castillo Morales®

Das Castillo Morales® Konzept ist ein ganzheitliches, neurophysiologisch orientiertes Behandlungskonzept für die Therapie von Kindern und Erwachsenen mit neurologischen Erkrankungen und Störungen der senso-motorischen, kommunikativen und orofazialen Bereiche. 

Das Castillo Morales® Konzept beinhaltet:

  • Die Förderung der sensorischen und motorischen Fähigkeiten
  • Mit einem orofazialen Behandlungsschwerpunkt 

Dr. Rodolfo Castillo Morales® geboren und aufgewachsen in Argentinien, Studium der Medizin, Ausbildung zum Rehabilitationsarzt, seit 1979 Vermittlung seines Konzeptes in Deutschland, Europa und Lateinamerika und Leiter des Rehabilitationszentrums “Centro Medelo de Reeducacion Rayo de Sol” in Cordoba/Argentinien hat dieses Konzept entwickelt.

Die Wurzeln seines Konzeptes liegen in Lateinamerika, Dr. Castillo Morales® beschäftigt sich intensiv mit der Anthropologie Lateinamerikas und ließ diese Erfahrungen mit der Lebensweise der Ureinwohner grundlegend in sein Therapiekonzept mit einfließen. 

So basiert die Behandlung auf dem Respekt vor dem gegenüber, dem Zeitraum in die Fähigkeiten des anderen und im unterstützen seiner Stärken. Sie berücksichtigt schwerpunktmäßig die Bedürfnisse des Alltags.

Die Verbesserung von Haltung, aktiven Aufrichtung und Bewegung unter spezifischen Einbeziehung der Sinneswahrnehmung sind wichtige Ziele der Behandlung, ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Beeinflussung des orofazialen Komplexes zur Verbesserung des Saugens, Schluckens, Speichelkontrolle, Kauen, Nahrungsaufnahme, der Kommunikation (wie z.B. der Sprach/Sprechentwicklung) und zur begleitenden Unterstützung der kieferorthopädischen und zahnärztlichen Maßnahmen.

Ein enges Zusammenarbeiten mit den Eltern bzw. Bezugspersonen ist sowohl bei der Diagnostik als auch in der Therapie von grundlegender Bedeutung.

Unsere Praxis steht in direktem Kontakt mit Dr. Castillo Morales® und den Lehrtherapeuten in Cordoba Argentinien.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.castillomoralesvereinigung.de 

Neuromotorische Entwicklungstherapie und Orofaziale Regulationstherapie nach Dr. Castillo Morales®

Zertifizierte LRS-Therapeutin nach BVL-Richtlinien Dr. Hammächer in Münster

Definition 

Wenn Sie sich schon etwas mit dem Thema Lese-Rechtschreibprobleme beschäftigt haben, sind Sie sicherlich auf unterschiedliche Begriffe wie Legasthenie, Lese-Rechtschreibstörung und Lese-Rechtschreibschwäche oder LRS gestoßen. Leider verwenden nicht alle Fachleute, Schulbehörden und Autoren die Begriffe gleich, so dass es immer wieder zu Problemen kommt. Wir wollen als Verband keine neue Definition oder Abgrenzung der Begrifflichkeiten vornehmen, sondern uns an die diagnostischen Leitlinien der kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis halten. Die diagnostischen Leitlinien stellen eine Orientierung zur Ausführung des Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation (WHO)dar. In den Leitlinien werden die Begriffe Lese-Rechtschreibstörung und Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) voneinander unterschieden. 

Die Lese-Rechtschreibstörung zählt zu den “umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (F81)”. Der Begriff der umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten umfasst die spezifischen und deutlichen Beeinträchtigungen des Erlernens des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens. Ihnen gemeinsam ist die ätiologische Annahme, dass diese Störungen wesentlich in einer zentralnervösen, kognitiven Störung der Informationsverarbeitung begründet sind.

Lese- und Rechtschreibstörung (F81.0). Definierendes Merkmal ist eine umschriebene Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefertigkeiten und damit verbunden sehr häufig der Rechtschreibung. In der späteren Kindheit und im Erwachsenenalter ist regelhaft die Lesefähigkeit verbessert, die Rechtschreibproblematik das meist größere Defizit. 

Isolierte Rechtschreibstörung (F81.1). Diagnostisches Merkmal ist die Entwicklungsstörung der Rechtschreibfertigkeit, ohne dass eine umschriebene Lesestörung in der Vorgeschichte nachzuweisen ist.” 

Zitierbare Quelle: 

Dt.Ges.f. Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie u.a. (Hrsg.): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. 2. überarbeitete Auflage 2003, Deutscher Ärzte Verlag, ISBN: 3-7691-0421-8 

Unterscheidung Störung – Schwäche 

In den Leitlinien werden die Begriffe Lese-Rechtschreibstörung und Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) voneinander unterschieden. In allen Fällen ergibt sich die Diagnose aus dem gesamten klinischen Befund. 

Lese-Rechtschreibstörung 

In der Regel sind für die Diagnose einer Lese-Rechtschreibstörung folgende Richtwerte ausschlaggebend: 

  • Das Intelligenzniveau liegt nicht im Bereich der geistigen Behinderung (IQ > 70). • Im Lese-Rechtschreibtest sollten etwas weniger als 90 % der Vergleichskinder besser sein (Prozentrang < 10 %; Schüler mit höherer Intelligenz und Lese-Rechtschreibstörung wie auch Schüler, die ein Legasthenietraining hatten, erreichten meistens höhere Werte, so dass dies bei der Beurteilung berücksichtigt werden muss). 
  • Die Lese- oder Rechtschreibleistung sollte deutlich schlechter sein, als dies nach der allgemeinen Intelligenzentwicklung zu erwarten ist. 

Man spricht bei der Diagnose von einem “doppelten Diskrepanzkriterium”: Die Lese- oder Rechtschreibleistung ist deutlich niedriger als es der übrigen Altersgruppe entspricht (erstes Diskrepanzkriterium) und die Lese- oder Rechtschreibleistung ist deutlich schwächer als es der Intelligenzquotient erwarten ließe (zweites Diskrepanzkriterium). 

Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) 

Lässt sich eine Lese-Rechtschreibschwierigkeit durch mangelhafte Beschulung, durch eine psychische oder neurologische Erkrankung oder durch eine Sinnesbehinderung (z.B. Schwerhörigkeit oder Sehbehinderung) erklären, liegt eine oft vorübergehende Lese-Rechtschreibschwäche vor. Werden dagegen die aufgeführten Ursachen ausgeschlossen und liegt eine hinreichende allgemeine Intelligenzentwicklung vor, so ist die Diagnose einer Lese-Rechtschreibstörung zu stellen. 

Achtung: In manchen schulischen Erlassen der Bundesländer ist es entscheidend für den Umfang des Nachteilsausgleichs, ob eine Lese-Rechtschreibstörung oder – schwäche vorliegt.. 

Weitere Informationen erhalten Sie HIER!

Zertifizierte LRS-Therapeutin nach BVL-Richtlinien

Biofeedback und Neurofeedback

Was ist Biofeedback?

Biofeedback ist ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Trainingsverfahren physiologischer Parameter.


Mit Hilfe von Messgeräten und einem Computer oder Smartphone werden Körperprozesse, die nicht oder kaum wahrgenommen werden, rückgemeldet und damit sichtbar und bewusst gemacht. Mit dem Endziel diese zu beeinflussen. Dies können z.B. die Muskelspannung, der Puls, oder die Atmung sein. Aber auch die Temperatur oder der Hautleitwert, wie man es bei Lügendetektoren aus guten Krimis kennt, können gemessen werden.

Der Trainer kann im Biofeedbackverfahren anhand dieser Messparameter seinem Klienten eine detailliertere Rückmeldung geben. Der Klient lernt durch diese eindeutigen Rückmeldungen körperliche Prozesse zu beeinflussen. Heutzutage gibt es aber auch Trainingsprogramme, die selbständig verwendet werden können oder nur eine einmalige Einweisung benötigen. Dank neuer Technologien können diese teilweise sehr handlich und simpel in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden.

Wobei wird Biofeedback angewandt?

Das oberste Ziel des Biofeedback Training geht auch über die Bewusstmachung relevanter Körperparameter hinaus. Das Ziel besteht darin, bestimmte Körperfunktionen, die normalerweise vegetativ reguliert werden und nicht dem Willen unterliegen, doch willentlich zu beeinflussen. Das funktioniert meist nur indirekt. Dieser klein scheinende Effekt kann langfristig aber eine große Rolle spielen. Biofeedback training wird so auch von Spitzensportlern angewandt.

Beispielsweise können über die Anwendung von Entspannungsübungen wie Meditation, Yoga und autogenem Training Blutdruck, Atemfrequenz und andere Vitalparameter beeinflusst werden. Langfristig lassen sich so gezielt Anspannungen lösen.

Bei einer solchen Biofeedback Übung können Gesetze Trainingsziele leicht kontrolliert werden. Es lassen sich erstaunliche Ergebnisse erzielen.

Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf bestimmte Körperfunktionen werden unmittelbar erkennbar. In anderen Worten; Direktes Feedback über biologische Abläufe, daher auch Biofeedback. Lernpsychologisch bedeutet das ein direktes Erfolgserlebnis wenn sich die Körperfunktionen verhalten wie gewünscht. Ein direkter Ansporn zur Korrektur wenn nicht die gewünschten Werte erzielt werden besteht ebenso.

Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist eine weltweit eingesetzte, wissenschaftlich fundierte Methode zur Messung und Verbesserung der Gehirnaktivität. Sie basiert auf neusten Erkenntnissen der Gehirnforschung. Bestimmte Verhaltensmuster lassen sich immer auf dieselben Gehirnwellenmuster zurückführen, sind solche Erkenntnisse.

Die Hirnaktivität kann durch Messgeräte sichtbar gemacht werden. Im Normalfall ist sie über unsere Sinne nicht wahrnehmbar.

Das computergestützte Neurofeedback trainiert verschiedene Leistungen des menschlichen Gehirns auf der Basis der im EEG (Elektroenzephalogramm) messbaren Hirnaktivität. Diese wird erst in verschiedene Frequenzanteile zerlegt. Anhand der Zusammensetzung dieser, wird in bestimmte Bewusstseinszustände und Hirnwellenmuster unterteilt. Das Training ist dann die Verbesserung der Selbstregulation durch das Feedback.

Wozu wird Neurofeedback eingesetzt?

Ziel ist es durch eine Optimierung der Hirnströme die Wahrnehmung, das Denken, die Aufmerksamkeit, das Verhalten und das Wohlbefinden nachhaltig positiv zu beeinflussen. Auch spezifische Zustände wie Entspannung oder schlafen können so trainiert werden. Konzentrations- und Erinnerungstraining gehören auch dazu.

Wie funktioniert Neurofeedback?

Bei einer Sitzung werden am Kopf des Probanden drei bis fünf Elektroden befestigt. Diese messen die Hirnströme. Auf dem Monitor eines Computers können diese Messungen sichtbar gemacht werden. Immer häufiger kommt es auch zur Verwendung von Laptops, Tablets und Smartphones. Der Proband sieht außerdem verschiedene Animationen, die ihm positive Veränderungen seiner Hirnaktivität sofort direkt sichtbar oder auch hörbar zurückmelden (Feedback).

Der Proband lernt durch diese Erfolgsmeldungen die verbesserte Hirnaktivität immer schneller und anhaltender zu erreichen. Dem Gehirn werden dabei keinerlei elektrische Impulse zugeführt. Es wird ausschließlich die augenblickliche Hirnaktivität gemessen und zurückgemeldet.

Neurofeedback beinhaltet im Kern Elemente der operanten und klassischen Konditionierung.

Biofeedback und Neurofeedback

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Die nachstehenden Informationen enthalten die gesetzlich vorgesehene Anbieterkennzeichnung (§6 MDStV), sowie weitere wichtige rechtliche Hinweise:

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